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1. Pulverlacktypen

 

2. Serienbeschichtung

1. Pulverlacktypen

Epoxidpulverlack EP

Bei EP-Pulverlack wird die Epoxikomponente mit einem Härter vernetzt.
EP-Pulverlacke besitzen sehr gute chemische Beständigkeit und ausgezeichnete mechanische Werte wie hohe Elastizität oder Schlagfestigkeit. Epoxidpulver werden bei korrosionsbeständigen Anwendungen eingesetzt. Sie sind physiologisch unbedenklich und
können sogar im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. Ein Nachteil
ist ihre Neigung zum Kreiden und Vergilben bei Außenbeanspruchung.
Die Einbrenntemperaturen liegen im Bereich von 140°C-220°C. Neben glänzenden Lackfilmen können mit EP Pulverlacken auch stumpfmatte Oberflächen erzeugt werden.

Polyester / Epoxidpulverlack SP/EP

Diese Pulverlacke werden auch häufig als Hybridpulver bezeichnet. Das Mischungsverhältnis von Epoxidharz zu Polyesterharz variiert dabei zwischen 60/40 und 10/90. SP/EP Pulverlacke können im Temperaturfenster von 160°C bis 220°C eingebrannt werden. Die erzeugten Lackfilme sind deutlich vergilbungsstabiler und weniger kreidungsanfällig, mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften. Das Oberflächenbild ist vielfältig einstellbar, neben glänzenden, glatten Lackfilmen können auch matte und strukturierte Oberflächen erzeugt werden. An Farbtönen sind neben der gesamten RAL Farbpalette auch NCS-, Sikkens- und Farbtöne nach Vorlage herstellbar.

Polyesterpulverlacke SP

Polyesterpulverlacke haben als Bindemittel einen sauren Polyester, der mit verschiedenen Härtern vernetzt wird. Polyesterpulverlacke sind wetterfest und kreidungsbeständig, sie sind daher gut für die Außenanwendung einsetzbar. Typische Anwendungen sind Beschichtungen von Aluminium für Fassaden- oder Fensterelemente oder im Automobilbau .Die guten mechanischen Eigenschaften wie Stoss-, Schlag- und Haftfestigkeit ermöglichen auch eine nachträgliche Bearbeitung wie z.B. durch Sägen, Bohren oder Fräsen.

Polyurethanpulverlacke PUR

Als Basis für dieses Pulver dient ein OH- Gruppen haltiger Polyester, der mit einem Isocyanat vernetzt wird. PUR Pulver zeichnen sich durch einen hervorragenden Verlauf aus und sind ähnlich den SP- Pulvern witterungsstabil. Um die Verkappung des Härters zu lösen werden Temperaturen > 170°C benötigt. Die Kosten für eine PUR-Beschichtung liegen deutlich über denen einer SP- Beschichtung.

Acrylat

Die Acrylate sind extrem wetterfest und zeigen einen sehr guten Verlauf. Einsatzgebiet sind vor allem Klarpulverbeschichtungen im Automobilbereich. Die Verträglichkeit mit anderen Pulvertypen ist problematisch.

2. Serienbeschichtung

Fahrzeugindustrie

Die Serienbeschichtung von Kfz Anbauteilen wie z.B. Bordkanten, Fensterleisten oder Spiegelfüßen stellt eine hohe Herausforderung an einen Oberflächenveredler. Aufbauend auf langjährige Erfahrung, auch im Bereich Fassadenbeschichtung, ist Hillebrand in der Lage, die gefordert hohe und gleichbleibende Qualität für Kfz Teile zu erreichen. Erst ein dem Untergrund, der Teilegeometrie und den Anforderungen angepasster Prozess ermöglicht eine gleichbleibend hohe Qualität. Durch den Einsatz einer Cr-VI freien Chromatierung sind bei Hillebrand heute schon die Weichen für Morgen gestellt. Neben dem ökologischen Aspekt bei der Umstellung werden aber auch immer die Qualitätsansprüche der Kunden im Focus behalten werden. Rückmeldungen aus laufenden Serien und neuen Projekten der Automobilindustrie zeigen, dass dieser Weg richtig ist und zielgenau durchgeführt wurde.

  

Architektur

Als qualifizierter Beschichter mit GSB Zulassung ist Hillebrand der Ansprechpartner für Pulverlack – Beschichtung im Bereich Architektur. Viele Gebäude weltweit wurden mit Teile gebaut, die bei Hillebrand mit einer schützenden Oberfläche versehen wurde. In unseren Beschichtungsanlagen können Profile bis 7000mm und Metallplatten (Stahl und Aluminium) der Masse 7000x2000 mm beschichtet werden. Nach einer mehrstufigen Vorbehandlung (Chromatierung / Phosphatierung) werden die Beschichtungsobjekt online mit einer Pulverlackschicht versehen.

 

Sportartikelindustrie

Die Einzelteile eines Skis werden farblich aufeinander abgestimmt. Die Oberflächenveredelung der metallischen Skibindungsteile erfolgte schon länger im Pulverbeschichtungsverfahren. Die Kunststoffteile hingegen konnten häufig nur schwarz oder nicht im Farbton zu den Metallteilen passend verbaut werden. Die Beschichtung dieser oftmals nichtleitenden Objekte mit Pulverlack im herkömmlichen Verfahren schlägt hier fehl. Mit Hilfe der PPC® Technologie ist es nun möglich, diesen Kunststoffen eine Farbe zu geben. Eine feste Verankerung der Schicht auf dem Substrat wird erst durch diesen speziellen Prozess erzielt. Schlagfeste Oberflächen mit hoher Kratzbeständigkeit und guter Wetterfestigkeit bei Kälte und Hitze sind das Ergebnis. Farbunterschiede zwischen den verschiednen Materialien wurden so auf ein Minimum reduziert. Die mögliche Farbvielfalt ist fast grenzenlos, alle Pulverlackfarbtöne können eingesetzt werden.

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